Bezirksorganisation Mödling

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16 Tage gegen Gewalt

Gewalt an Frauen findet oft im Verborgenen statt. Die Angst um das eigene Leben oder um das der Kinder hindert viele Frauen daran Hilfe zu suchen. Unter dem Motto „Un-Sichtbar“ machten die SPÖ-Frauen Bezirk Mödling im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt vom 25. November bis zum 10. Dezember auf dieses Unrecht aufmerksam. „Wir wollen betroffenen Frauen sagen: Ihr seid nicht allein!“, so Bezirksfrauenvorsitzende Gaby Steiner. Bei ihrer Straßenaktionen informierten die SPÖ-Frauen über Hilfseinrichtungen in ganz Österreich, und wiesen auf die Zahl der Wegweisungen im Bezirk hin. Österreichweit gab es 8.076 Betretungsverbote im Jahr 2018, Niederösterreichweit sind es 1428, der Bezirk Mödling reiht sich mit dem Bezirk Baden mit 140 bzw. 186 Wegweisungen ins Spitzenfeld ein.

Gewalt in der Familie ist kein Kavaliersdelikt

„Die Gesellschaft muss alles tun, um Gewalt in jeder Form zu verhindern“, appelliert LAbg. Hannes Weninger bei der Fahnenhissung zur weltweiten Aktionswoche „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. Laut Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr 41 Frauen ermordet. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um Beziehungstaten. „Es braucht daher den Ausbau von Hilfseinrichtungen in ganz Österreich und mehr Mittel für Prävention, Aufklärung und dem Schutz der Kinder“, so Weninger.

 

Dialog mit ExpertInnen

Das von ÖVP und FPÖ überhastet vor der Wahl beschlossene und nur von ihnen so genannte „Gewaltschutzpaket“ wurde von ExpertInnen und von der SPÖ scharf kritisiert.

 „Wichtig ist der Dialog mit den ExpertInnen und mit den Frauen- und Opferschutzeinrichtungen. Sie wissen am besten, wo es Handlungsbedarf gibt“, so Bezirksfrauenvorsitzende Gaby Steiner.

Frauen stärken und Gewalt verhindern

„Ziehen wir beim Gewaltschutz alle an einem Strang, nur so können wir Gewalt verhindern“, sind sich die Mödlinger Bezirksfrauen einig.

  • Frauen- und Gewaltschutzeinrichtungen müssen ausgebaut werden.
  • Es braucht mehr Geld für Prävention. Anti-Gewalt-Trainings sollen für Täter etabliert werden. Auch der Schutz für betroffene Kinder muss ausgebaut werden.
  • Mehr finanzielle Mittel für den Opferschutz bei Gericht müssen zur Verfügung stehen.
  • Frauen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und ein Einkommen, von dem sie leben können.

 

Österreichweite Daten zu Betretungsverboten

(Quelle: Statistik der Gewaltschutzzentren / Wiener Interventionsstelle)

 

Im Jahr 2018

 

  • wurden von der Polizei österreichweit 8.076 Betretungsverbote verhängt.

 

  • 18.526 Opfer familiärer Gewalt wurden von den Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen betreut.

 

  • waren 84 % der Opfer Frauen und Mädchen,

 

  • waren 91 % der Gefährder männlich

 

 

Betretungsverbote 2018

Bundesland

EinwohnerInnenzahl

Betretungsverbote

Betretungsverbote pro 10.000 EW

Burgenland

293.446

208

7,1

Kärnten

560.983

482

8,6

Niederösterreich

1.677.831

1.428

8,5

Oberösterreich

1.482.300

1.175

7,9

Salzburg

555.298

524

9,4

Steiermark

1.243.089

857

6,9

Tirol

754.821

448

5,9

Vorarlberg

394.224

244

6,2

Wien

1.898.000

2.710

14,3

Summe

8.859.992

8.076

9,1