Bezirksorganisation Mödling

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Ausbildungsverpflichtung

Die richtige Taktik!

Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung! Einige Länder in Europa leiden unter einer besorgniserregend hohen Jugendarbeitslosigkeit und über ganz Europa gerechnet findet jeder Fünfte unter den 15 bis 24-jährigen keine Arbeit. Nicht so Österreich, wo seit Jahren vorausschauend Maßnahmen gesetzt wurden, um den Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Und das mit Erfolg, denn Österreich gehört neben Deutschland und den Niederlanden zu den Ländern mit der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeitsquote in Europa.  Gleichzeitig nimmt die Zahl der SchulabbrecherInnen Schritt für Schritt ab. Dabei handelt es sich um Jugendliche im Alter von 18-24 Jahren, die höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen und sich weder in Ausbildung noch im Unterricht befinden.

 

Von der Tribüne in die Mannschaft!

Bei der Anzahl der Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz haben und auch keine Beschäftigung ausüben, den sogenannten NEETs (Not in Education, Employment or Training), liegt Österreich auf einem guten 4.Platz. Lediglich die Niederlande, Liechtenstein und Dänemark liegen hier besser.           

Dieses gute Ergebnis geht auf Maßnahmen zurück, die die Bundesregierung im Bereich der Schule, am Arbeitsmarkt aber auch beim Übergang von einem Bereich zum anderen bereits umgesetzt haben.

Einige Beispiele dabei sind: kleinere Klassen, BIZ-Besuche der 7./8. Klassen, Ausbildungsgarantie, Aktion Zukunft Jugend oder das Jugendcoaching.

 

Die perfekte Auflage!

Einen besonderen Erfolg erzielten wir mit den Jugendcoachings: Die Zahl der SchulabbrecherInnen konnte von 2011 auf 2012 bereits um 4.600 Jugendliche verringert werden. Daher werden wir die Coachings intensiv ausbauen und flächendeckend in Österreich anbieten. Mit jedem erfolgreichen Coaching steigt die Chance, eine/n Jugendliche/n auf den richtigen Weg zu bringen und auf viele interessante Möglichkeiten, im beruflichen und sozialen Leben, vorzubereiten. 

 

Raus aus dem Abseits!

Besondere Sorge bereiten uns die jährlich rund 15.000 Jugendlichen, die beim Übergang zwischen Pflichtschule und weiterführender Ausbildung aus dem Bildungs- und Arbeitsmarkt fallen oder in jugendlicher Hilfsarbeit landen. Der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt stellt sich für viele Jugendliche als sehr zeitintensiv, stressig und mühsam heraus. Oftmals treten schon im Vorfeld Probleme auf, die den Jugendlichen den Eintritt in den Arbeitsmarkt erschweren. An diesem Punkt setzen wir verstärkt einen Schwerpunkt und helfen den Jugendlichen, den Weg in die Arbeitsweg zu meistern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei bei den NEETs. Um diese spezielle Gruppe zu erreichen, bedarf es geeigneter Kommunikation. Laut einer Studie im Auftrag des BMASK gibt es in Österreich rund 78.000 NEET-Jugendliche. Diese besonders schwierige Gruppe wollen wir durch niederschwellige Kontaktmöglichkeiten besser erreichen: Organisierte Abstimmungen an der Schnittstelle zum Jugendcoaching bilden die Basis für ein passendes Angebot.

 

Der Abschluss gehört dazu!

Für die erfolgreiche Integration benachteiligter junger Menschen in den Arbeitsmarkt ist nicht der Pflichtschulabschluss, sondern ein darüber hinausgehender Bildungs- oder Ausbildungsabschluss Voraussetzung.

Es bedarf also verzahnter und vielfältiger Angebote beim Übergang Schule – Beruf und es gilt, das Angebot auszuweiten, Lücken zu schließen und bereits begonnene Kooperation zwischen den Institutionen zu stärken.

 

Gut in Form

AusbildungsFit für die Arbeitswelt. Mit dem heuer startenden AusbildungsFit-Angebot sollen Jugendliche erreicht werden, die aufgrund von fehlenden Kenntnissen den Weg in die Arbeitswelt nur schwer allein meistern. Das Angebot ist so ausgerichtet, dass benachteiligte Jugendliche durch individuelle Förderung in eine Berufsausbildung oder in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Ab 2014 gibt es „AusbildungsFit“-Pilotversuche in 7 Bundesländern, ab 2015 soll das Angebot in ganz Österreich umgesetzt werden.

 

Eckpfeiler der „Ausbildungsverpflichtung“:

  • Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen insbesondere bei der Entscheidung über geeignete (Aus-) Bildungswege
  • jede/r Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr besucht eine weiterführende (Aus-) Bildung
  • Jugendliche werden nach den individuellen Möglichkeiten entsprechend gefördert, um den höchst möglichen (Aus-)Bildungsabschluss zu erreichen
  • Mit alternativen Ansätzen sollen bei etwas schulmüden Jugendlichen das Interesse für Kulturtechniken und Social Skills geweckt werden.
  • Weitgehende Einschränkung der jugendlichen Hilfsarbeit
  • Einführung einer Verwaltungsstrafe analog der Verletzung der Schulpflicht ab 2016/17

 

Die Ausbildungspflicht inkludiert Pflichten für die Gesellschaft wie auch für die Jugendlichen: Es ist unsere Pflicht, die richtigen und individuell passenden Angebote zu entwickeln und die Pflicht der Jugendlichen, diese in Anspruch zu nehmen und zu absolvieren – und damit gerüstet für den Arbeitsmarkt zu sein!

 

Meilensteine auf dem Weg zur Ausbildungspflicht (geplant 2016/17):

  • Seit 2008: Ausbildungsgarantie
    • ÜBA (Ausbildungsjahr 2013/14 mehr als 11.000 Ausbildungsplätze) 
  • Seit 2009 Auf- und Ausbau der Produktionsschulen (derzeit 21 österreichweit)
  • seit 2010 können alle SchülerInnen der 7. oder 8. Schulstufe einen Tag in einem Berufsinformationszentrum (BIZ) verbringen
  • Seit 2012: Jugendcoaching (neu: in Wien, NÖ und der Steiermark werden straffällig gewordene Jugendliche bereits in den Haftanstalten durch das Jugendcoaching betreut, bisher 36 in Wien)
  • Seit 2012/2013: Erweiterung der betrieblichen Lehrstellenförderung für benachteiligte / abbruchgefährdete Lehrlinge (Lehrlingscoaching, kostenfreie Vorbereitungskurse, Übernahme der Prüfungstaxen bei LAP-Wiederholung)
  • 2014 AusbildungsFit (Start in 7 Bundesländern)
  • Modellprojekte für NEETs  – u.a. geförderte Beschäftigungsmodelle für stark benachteiligte Jugendliche für die eine Arbeitsaufnahme am 1. Arbeitsmarkt (auch vorübergehend) oder eine Ausbildung zu hochschwellig ist
  • 2016/17: Weitgehende Einschränkung der jugendlichen Hilfsarbeit/Verwaltungsstrafe analog zur Schulpflichtverletzung

 

Ausbildungsverpflichtung Daten