Bezirksorganisation Mödling

  • Facebook icon
  • Flickr icon

Muttertag: Frauen sind die Krisenmeisterinnen

„Was der ÖVP im Bezirk Mödling zum Muttertag im Jahr 2021 einfällt ist angesichts der aktuellen Gewaltwelle und der sozialen Lage der Frauen in der COVID 19-Krise höflich formuliert eine politische Zumutung“, kritisieren SPÖ-Bezirksvorsitzender LAbg. Hannes Weninger und SPÖ-Bezirksfrauensitzende Gaby Steiner das konservative Frauenbild der ÖVP. „Mütter sind Frauen, die sich zum Muttertag mehr als eine gebastelte Strohblume und eine virtuelle Postkarte der ÖVP verdienen“, schüttelt SPÖ-Bezirksvorsitzender Hannes Weninger den Kopf.

„Es ist traurig, dass der ÖVP im Bezirk Mödling zum bevorstehenden Muttertag auf ihrer Homepage nichts anderes einfällt, als eine Bastelanleitung für „ein Herz aus Gräsern und Blüten“ und die ÖVP-Ortsparteien wie zum Beispiel in Münchendorf eine virtuelle inhaltslose Postkarte der Landespartei bewerben“, so Weninger und Steiner.

Wir müssen am Muttertag, wie an jedem Tag im Jahr, alles tun, um Frauen zu stärken. Gerade in der momentanen Krisensituation sind Frauen vielfach gefordert und belastet. Sie sollen alles gleichzeitig bewältigen. Sie sind es, die oft einspringen, wenn einzelne Schulen oder Klassen schließen oder die Betreuung und Pflege in der Familie nicht gewährleistet werden kann. Gleichzeitig sind Frauen immer noch schlechter bezahlt und werden als erste aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.

„Es kann nicht sein, dass die Krise am Rücken der Frauen ausgetragen wird. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass die Arbeit der Heldinnen des Alltags weiter unterbezahlt ist und es dringend bessere Arbeitsbedingungen und faire Arbeitszeiten braucht“, so Steiner. In der aktuellen Debatte um die brutalen Morde an Frauen fordert die SPÖ im Bezirk Mödling von der Bundes- und Landesregierung mehr Mittel für den Gewaltschutz, den Ausbau der Frauen- und Mädchenberatungsstellen und eine ausreichende Finanzierung für Frauenhausplätze und Übergangswohnungen statt Strohblumen und ÖVP-Ansichtskarten.

Für SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Abg.z.NR Gabriele Heinisch-Hosek liegen die Herausforderungen 2021 nicht im Basteln von Strohblumen, sondern in echter Unterstützung von Frauen, und zwar im Berufs- und im Privatleben. „Frauen ein selbstbestimmtes, finanziell unabhängiges und gewaltfreies Leben zu ermöglichen, dafür und genau dafür kämpft die Sozialdemokratie. Am Muttertag und an allen übrigen 364 Tagen im Jahr!“, so Heinisch-Hosek.

Das verschrobene Frauenbild der ÖVP zeigt sich in den schwarz-türkisen Muttertagsaktionen: Strohblumen basteln und Partei-Glückwünsche.

SPÖ-Petition „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt gegen Frauen“

Heuer wurden neun Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet. Es sind keine „Familiendramen“, keine „Ehetragödien“, keine „Eifersuchtsdramen“. Es sind brutale Morde an Frauen, die uns erschüttern. So kann es nicht weitergehen! Wir fordern ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Daher braucht es

  • Hochrisikofallkonferenzen in ganz Österreich
  • Mehr Mittel für den Gewaltschutz
  • Ausbau der Frauen- und Mädchenberatungsstellen in allen Bundesländern
  • Mehr Frauenhausplätze und Übergangswohnungen in allen Bundesländern
  • Österreich muss seinen Verpflichtungen im Rahmen der Istanbul-Konvention nachkommen!
  • Bundesweiter Gewaltschutzgipfel mit Expert*innen

Petition hier unterstützen: „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt gegen Frauen“

Frauen haben ein Recht auf Arbeit

Ein Jahr Pandemie hat die Arbeitssituation von Frauen dramatisch verschlechtert. In einer Aktionswoche vor dem 1. Mai schlagen die SPÖ-Frauen erneut Alarm. „Frauen in ganz Österreich fordern ihr Recht auf Arbeit. Die Bundesregierung darf sich nicht länger taub stellen.

Im Mittelpunkt der Aktionswoche stehen die Themen Arbeitszeitverkürzung, Frauenschwerpunkt bei Aus- und Weiterbildung, Corona-Hilfen für Frauen und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Die Forderungen werden auf Social-Media und bei Aktionen vor Ort gestellt.

Die Arbeitslosigkeit geht bei Frauen langsamer zurück als bei Männern. Auch Druck in der Arbeit nimmt weiter zu. Der aktuelle Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer zeigt, dass Frauen im Job stärker unter der Pandemie leiden. 54 Prozent der befragten Frauen gaben an, trotz gesundheitlicher Probleme zu arbeiten. Bei Männern lag der Anteil bei 49 Prozent. Bereits in den ersten Monaten der Pandemie hat sich gezeigt, dass Frauen mit Kindern vermehrt gesundheitliche Probleme entwickelt haben.

Arbeitszeitverkürzung

Die SPÖ schlägt ein Modell vor, das gut umsetzbar ist: Die Arbeitszeit wird um 20 Prozent verringert. Ein Drittel der Kosten wird vom Betrieb übernommen, ein Drittel vom AMS. MitarbeiterInnen, die sich dafür entscheiden, bekommen 95 Prozent ihres ursprünglichen Nettogehaltes. Damit werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Frauen und Männer können die Arbeit gerechter teilen.

Arbeitsmarktpaket für Frauen

Die SPÖ fordert einen raschen Ausbau von regionalen Arbeitsstiftungen für Frauen und einen Frauenschwerpunkt bei Umschulungen und Weiterbildungen. Sinnvoll und effektiv sind für die Region maßgeschneiderte und geförderte Ausbildungsplätze. Um junge Frauen beim Berufseinstieg zu unterstützen, soll es in allen Bundesländern Berufszentren geben, die speziell auf die Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren zugeschnitten sind.

Corona-Hilfen für Frauen

Mindestens die Hälfte aus der Corona-Arbeitsstiftung und der AMS-Mittel muss Frauen zur Verfügung stehen. Die SPÖ fordert weiters ein Soforthilfepaket für Alleinerziehende, die Umsetzung der längst versprochenen Unterhaltsgarantie und eine aktuelle Kinderkostenanalyse.

Arbeitslosengeld erhöhen

Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent ist dringend notwendig, um Armut zu verhindern. Bei der Erhöhung der Notstandshilfe hat im letzten Moment die Regierung dem Druck der SPÖ nachgegeben und die Frist auf Ende Juni 2021 verlängert. Danach muss die Frist weiter verlängert werden.

Recht auf Arbeit

Frauen brauchen ein Einkommen, von dem sie leben können. Das ist die Voraussetzung für ein unabhängiges Leben, frei von Gewalt.

Wir werden alles dafür tun, damit Frauen nicht weiter aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden.

Mehr Infos:

SPÖ

SPÖ Frauen

SPÖ Bezirk Mödling

  • Hannes Weninger Angelobung NÖ Landtag