Bezirksorganisation Mödling

  • Facebook icon
  • Flickr icon

Niemals vergessen.

Niemals vergessen.
Unter diesem Motto trafen sich die sozialdemokratischen Freiheitskämpfer der Bezirke Mödling und Liesing auf der Predigerstuhlwiese nahe Kaltenleutgeben um gemeinsam – wie schon vor 85 Jahren - eine Gedenkveranstaltung abzuhalten.


Am 15. Juli 1934 war jedoch die Kundgebung der „Revolutionären Sozialisten“ mit ca. 800 TeilnehmerInnen illegal. Sie versammelten sich in Gedenken an die Opfer der Julirevolte in Wien von 1927 (Brand des Justizpalasts), die als Unmutsäußerung gegen ein als skandalös empfundenes Urteil eines Geschworenengerichts begann und mit Polizeischüssen in die demonstrierende und das Justizgebäude angreifende Menge endete.
Rosa Jochmann, spätere Nationalratsabgeordnete, hielt die Ansprache, als die Exekutive – informiert durch einen Spitzel – eintraf. Genauso wie 1927 krachten wieder die Gewehre und zwei Kundgebungsteilnehmer, Richard Lehmann und Johann Fröhlich, wurden dabei getötet.

Seit Oktober 2004 erinnert unweit des Tatorts ein von den Bezirksgruppen Mödling und Liesing des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen gestifteter Stein mit einer Gedenktafel daran. Stein und Tafel wollen ein Denkanstoß für die WanderInnen sein.